Und wenn sie nicht gestorben sind…

Alison Croggon: Die Gabe (C) Bastei Lübbe

Alison Croggon: Die Gabe
(C) Bastei Lübbe

… dann reiten sie noch heute!

Heute eine Rezension zu Alison Croggon: Die Gabe (Pellinor-Saga 1, orig. “The Gift”)

Klappentext 

Maerad ist eine Sklavin in einer kleinen, unwirtlichen Siedlung. Hier lebt sie schon, seit ihre Familie im Krieg ums Leben gekommen ist. Über ihre Herkunft weiß sie nicht viel. Als eines Tages ein geheimnisvoller Fremder in die Siedlung kommt, ändert sich Maerads Leben für immer. Der Mann bietet ihr an, sie zu befreien, und das nicht ohne Grund. Maerad weiß nicht, dass eine mächtige Gabe in ihr schlummert und dass Ihr Name in einer schrecklichen Prophezeiung erwähnt ist Sie tritt eine gefährliche Reise an, einem unbeschreiblichen, namenlosen Grauen entgegen …

Allgemeine Angaben

Titel: Die Gabe (Pellinor-Saga 1, orig. “The Gift”)
Autor: Alison Croggon
ISBN: 978-3404285143
Umfang: 496 Seiten
Altersempfehlung: meiner Einschätzung nach ab 12 Jahren
erhältlich als Taschenbuch bei Bastei Lübbe
Link zum Verlag: http://www.luebbe.de/Buecher/SF-Fantasy/Details/Id/978-3-404-20629-2
Link zur Autorin: http://www.alisoncroggon.com/fantasy/

Hier meine Rezension

Ich wollte eigentlich schreiben: Alison Croggon versteht es, Atmosphäre zu schaffen – doch dabei bleibt es leider auch.

Aber ich habe mich geirrt! Ab Seite 350 (!) geht das Buch richtig los, und allen Lesern rate ich: Haltet aus! Tatsächlich hat sich meine Meinung so sehr gewandelt, dass ich nun doch überlege, auch die Fortsetungen zu lesen! Der Autorin fehlt es eindeutig nicht an Talent oder Handwerk, sondern nur an Mut, die eigenen Längen zu streichen. Der Anfang ist vielversprechend, zwar kein völlig neuartiges Setting, aber mit Charakter und Potential! Mit der Zeit lernt man die Figuren lieben und hassen – warum nur trödeln die so ewig nichtstuend herum??? Essen,schlafen, weiterreiten – ich würde euch jetzt gerne von einer actionreichen Story erzählen, die jeden sofort mitzieht, aber darauf wartet man lange Zeit vergebens.

Warum also die kostbare Zeit dafür verschwenden? Ich mag die Figuren sehr, mir gefällt die Atmosphäre und ich liebe die Magie, die mich beim Lesen unterschwellig begleitet hat.Was ich eindeutig nicht liebe, ist: “Maerad, deine Gabe ist so mächtig!” – Dieses Auserwählten-Klischee hängt mir mittlerweile zum Hals raus! Aber lasst euch davon nicht abschrecken! Für Fans von Marion Zimmer-Bradley dürften die Längen keine Hürde sein; die Atmosphäre, die euch erwartet, ist dafür umso inspirierender. Auf dem Umschlag wird das Buch (Überraschung!) mit dem Herrn der Ringe verglichen, so ganz gerechtfertigt finde ich das nicht, aber es hat einen ähnlich epischen Charakter (das Dunkle bedroht wie immer die Welt…). Dass wir, um diesem Vergleich standzuhalten, auch seitenweise Lieder singen müssen, ist wohl selbsterklärend – nur für mich eher ermüdend.

Die wenige Action, mit der uns Alison Croggon anfüttert, hat Potential und macht neugierig. Warum nur müssen wir bis dahin 350 Seiten durch die Sümpfe reiten?

(To be continued: Jetzt satteln wir erstmal wieder die Pferde.)

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One thought on “Und wenn sie nicht gestorben sind…

  1. LeseBonbons says:

    Huhu! 🙂
    Ich habe das Buch mal irgendwann geschenkt bekommen und fand es ganz furchtbar ;D Bis Seite 350 hätte ich es wirklich nicht ausgehalten. Trotzdem schön, dass du doch noch Gefallen an der Geschichte gefunden hast 🙂
    Allerliebste Grüße
    Sarah

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